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LF 20 ab sofort im Einsatz – Stadt Feuchtwangen investiert rund 414.000 Euro
Ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 20 verstärkt ab sofort die Feuerwehr Feuchtwangen. Damit steht den Einsatzkräften ein modernes und leistungsfähiges Fahrzeug für Brand- und Hilfeleistungseinsätze zur Verfügung. Im Rahmen einer feierlichen Einweihung wurde das Fahrzeug offiziell an die Feuerwehr übergeben.
André Lehmann, Kommandant der Feuerwehr Feuchtwangen, begrüßte die Anwesenden, darunter zahlreiche Kameradinnen und Kameraden, Feuchtwangens ersten Bürgermeister Dr. Ulrich Grünwald, Mitglieder des Stadtrats, Vertreter der Kirchen sowie Gäste aus dem erweiterten Feuerwehrwesen. Als „Punktlandung“ bezeichnete Lehmann die Indienstnahme des neuen LF 20. Das bisherige Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 ist seit 1994 im Dienst. Nach mehr als drei Jahrzehnten Einsatzbetrieb zeigten sich zunehmend altersbedingte Verschleißerscheinungen – zuletzt war die Pumpe ausgefallen.
Das neue Löschgruppenfahrzeug verfügt über 320 PS, ein Gesamtgewicht von 16 Tonnen sowie 3.000 Liter Löschwasser und 126 Liter Schaummittel. Neben der Normbeladung gehören unter anderem ein explosionsgeschütztes Digitalfunkgerät, eine Schaumzumischanlage, ein Wassersauger, ein Sprungretter, ein Gaswarngerät sowie ein Akku-Kombigerät zum Spreizen und Schneiden zur Ausstattung.
Seit Ende Juli befindet sich das Fahrzeug in Feuchtwangen. In den vergangenen Wochen wurden die Einsatzkräfte theoretisch und praktisch in die neue Technik eingewiesen. Am 29. August konnte „Florian Feuchtwangen 41/1“ offiziell einsatzklar gemeldet werden. Das neue Fahrzeug rückt ab sofort bei Einsätzen mit dem Stichwort „Brand“ als Erstausrücker aus.
Die Kosten für den LF 20 belaufen sich auf insgesamt knapp 550.800 Euro. Davon übernimmt die Stadt Feuchtwangen rund 414.300 Euro. Für Kommandant André Lehmann ist diese Investition gut angelegtes Geld. Gleichzeitig betonte er, dass moderne Technik nur mit entsprechend ausgebildeten Einsatzkräften ihre Wirkung entfalten könne. Die Feuerwehr Feuchtwangen sei daher kontinuierlich darum bemüht, ihre Mitglieder entsprechend auszubilden und ausreichend Personal für den Einsatzdienst zu stellen. Sein besonderer Dank galt der Stadt Feuchtwangen für die Investition und die Unterstützung der Feuerwehr.
Bürgermeister Dr. Grünwald bezeichnete die Übergabe des neuen Fahrzeugs als sehr erfreulichen Anlass und eine wichtige Investition in die Sicherheit der Stadt. Zugleich hob der Bürgermeister die Bedeutung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte hervor: „Das Fahrzeug ist nur sinnvoll dank des Personals. Ohne Personal gibt es keinen Einsatz.“ Die Feuerwehr Feuchtwangen sei derzeit sehr gut aufgestellt. Jedoch müsse die intensive Nachwuchs- und Jugendarbeit stetig fortgeführt werden. Die Stadt werde die Feuerwehr auch in Zukunft im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Den Einsatzkräften wünschte Dr. Grünwald „gute und unfallfreie Fahrt“ und dass das Fahrzeug „uns wertvolle Dienste tut, Menschen rettet und Sachen schützt“.
Kreisbrandrat Thomas Müller gratulierte der Feuerwehr Feuchtwangen zur neuen Ausstattung. Sein Glückwunsch gelte aber vor allem den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, denen das neue Fahrzeug im Einsatz zugutekomme. Allein im vergangenen Jahr sei die Feuerwehr Feuchtwangen zu 112 Einsätzen ausgerückt – rund um die Uhr und vollständig ehrenamtlich. Dieses Engagement gelte es entsprechend wertzuschätzen.
Den feierlichen Abschluss bildete eine gemeinsame Andacht mit Pfarrer Jörg Herrmann und Diakon Markus Munzinger. Bei der Segnung des neuen Fahrzeugs stellten die beiden Geistlichen einen Bezug zum Markusevangelium und zur Heilung eines Gelähmten her. Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, sei auch heute fest im Einsatz der Feuerwehr verankert. Hierfür seien die Einsatzkräfte auf moderne und zuverlässige technische Hilfsmittel angewiesen.
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