5. März 2026

Feuchtwangen reicht Bewerbung als Fairtrade-Kommune ein

Feuchtwangen geht den nächsten Schritt: Nach mehreren Jahren intensiver Projekte und Aktionen rund um den Fairen Handel bewirbt sich die Kreuzgangstadt nun offiziell um die Zertifizierung als „Fairtrade-Town“. Damit soll das nachhaltige Engagement für Fairen Handel sichtbar gewürdigt und weiter gestärkt werden.

Der Weg zur Bewerbung war ein gemeinschaftlicher Prozess von Stadtverwaltung, Stadtrat, Schulen, Einzelhandel, Gastronomie, Vereinen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Ziel war es, die Kriterien von Fairtrade Deutschland e.V. konsequent umzusetzen und den Fairen Handel dauerhaft in Feuchtwangen zu verankern.

„Die Bewerbung ist das Ergebnis eines starken Engagements in unserer Stadt“, betonte Stadtrat Wolfgang Hauf, Vorsitzender der Steuerungsgruppe Fairtrade-Kommune Feuchtwangen. „Viele kleine und große Aktionen haben dazu beigetragen, dieses wichtige Thema im Alltag der Menschen zu verankern. Darauf können wir gemeinsam stolz sein.“

Umsetzung zahlreicher Aktionen und Initiativen

Grundlage war der Beschluss des Feuchtwanger Stadtrats, die Zertifizierung als Fairtrade-Kommune anzustreben. Darauf aufbauend wurde eine eigene Steuerungsgruppe gegründet, die unter dem Vorsitz von Stadtrat Wolfgang Hauf und mit Unterstützung der Verwaltung, insbesondere durch Stadtmarketingleiter Dr. Reinhard Reck, gezielt Aktivitäten vor Ort koordiniert.

Die Stadt unterstützte neben eigenen Initiativen vor allem zahlreiche Schulprojekte. So wurden unter anderem beim Weihnachtsmarkt faire Schokoladen-Nikoläuse verteilt, an der Realschule ein sogenannter „Fair-o-mat“, ein Snackautomat mit fair gehandelten Produkten eingerichtet sowie bei städtischen Veranstaltungen über den Fairen Handel informiert. In öffentlichen Einrichtungen sowie bei städtischen Veranstaltungen kommen inzwischen zunehmend fair gehandelte Produkte zum Einsatz. Auch Einzelhandel und Gastronomie bauen ihr Angebot aus. Dazu greifen Vereine, Kirchen und Organisationen das Thema in Bildungs- und Informationsveranstaltungen auf. „Mit all diesen kleinen, aber effektiven Maßnahmen konnten wir das Thema Schritt für Schritt in das Bewusstsein rücken und zugleich in unserer Kommune fest verankern“, schilderte Dr. Reck.

Für die Anerkennung als Fairtrade-Kommune sind fünf zentrale Kriterien zu erfüllen: ein Ratsbeschluss, eine aktive Steuerungsgruppe, ein entsprechendes Produktangebot, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. In all diesen Bereichen hat Feuchtwangen in den vergangenen Jahren intensiv gearbeitet. „Jede einzelne Aktion war ein wichtiger Baustein auf unserem Weg“, so Reck.

„Mit unserer Bewerbung senden wir ein klares Signal: Feuchtwangen steht für nachhaltiges Handeln und gelebte Solidarität“, erklärte Feuchtwangens erster Bürgermeister Patrick Ruh. Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft konsequent weitergehen.“

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