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Stadtwerke Feuchtwangen und BauAkademie wollen regional erzeugten Solarstrom direkt vor Ort nutzen
Die Stadtwerke Feuchtwangen und die benachbarte Bayerische BauAkademie planen eine Energiepartnerschaft: Künftig soll Strom aus dem 3,2 Megawattpeak (MWp) leistungsstarken Solarpark auf der ehemaligen Deponie neben dem Wertstoffhof über eine 20-kV-Direktleitung unmittelbar zur BauAkademie fließen. Damit wird regional erzeugter Solarstrom für den Energiebedarf vor Ort nutzbar.
Für die geplante Direktverbindung werden die erforderlichen technischen Voraussetzungen geschaffen. Dabei können vorhandene Leerrohre aus der Erschließung des Baugebiets „Hochschule“ genutzt werden. Auch an der BauAkademie sind Anpassungen an der bestehenden Station vorgesehen. Über ein Power Purchase Agreement (PPA), einen langfristigen Stromliefervertrag, erhält die BauAkademie für 20 Jahre einen planbaren und wettbewerbsfähigen Strompreis.
„Gute Zusammenarbeit zeigt sich darin, dass man gemeinsam neue Wege geht. Die Stadtwerke Feuchtwangen und die BauAkademie verbindet seit Jahren eine vertrauensvolle Partnerschaft. Dass wir diese nun auch im Bereich der Energieversorgung weiterführen, ist für uns ein konsequenter und zukunftsorientierter Schritt“, erklärt Gabriela Gottwald, Geschäftsführerin der Bayerischen BauAkademie.
Perspektiven für Wärme und Elektromobilität
Die geplante Energiepartnerschaft eröffnet weitere Möglichkeiten für eine zukunftsfähige Energieversorgung. Neben der direkten Nutzung des Solarstroms könnte dieser künftig auch für die Wärmeversorgung und Elektromobilität eingesetzt werden. „Wir wollen Energie dort erzeugen und nutzen, wo sie gebraucht wird. Insbesondere im Wärmebereich könnte der grüne Strom künftig für eine Großwärmepumpe oder Power-to-Heat-Anwendungen genutzt werden und einen wesentlichen Teil des Grundbedarfs decken. Für Spitzenlasten könnte perspektivisch grünes Gas zum Einsatz kommen. Auch die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität könnte von der direkten Verbindung zur regionalen Stromerzeugung profitieren“, erläutert Lothar Beckler, Technischer Vorstand der Stadtwerke Feuchtwangen.
Mit der Kooperation entwickeln die Stadtwerke Feuchtwangen ihre Zusammenarbeit mit Unternehmen und Einrichtungen vor Ort weiter. Gerade angesichts der sich wandelnden Rahmenbedingungen im Energiemarkt gewinnen wirtschaftliche Lösungen an Bedeutung, die regionale Erzeugung und Verbrauch sinnvoll miteinander verbinden. Die geplante Energiepartnerschaft knüpft an die langjährige Zusammenarbeit der beiden Partner an und schafft neue Perspektiven für die regionale Energieversorgung und den Wirtschaftsstandort Feuchtwangen.
„Unternehmen brauchen langfristig verlässliche und wettbewerbsfähige Energiepreise. Wenn wir einen Teil ihres Bedarfs mit Strom aus unseren Anlagen im Stadtgebiet decken können, profitieren davon die Unternehmen vor Ort und unser gesamte Wirtschaftsstandort Feuchtwangen“, betonte Feuchtwangens erster Bürgermeister Dr. Ulrich Grünwald.
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