Fränkisches Museum Feuchtwangen digitalisiert einzigartige Sammlung

15. Dez. 2025

Fränkisches Museum Feuchtwangen digitalisiert einzigartige Sammlung

Das Fränkische Museum Feuchtwangen ist in die zweite Phase des Digitalisierungsprojekts bavarikon gestartet. Seit 1. Dezember erfasst Fotograf Walther Appelt, ausgewiesener Experte für historische Trachten und Kleidung, die bedeutende Textilsammlung des Museums für die digitale Präsentation.

„Es ist ein Glücksfall für uns, Walther Appelt mit seiner Expertise und seinem Fachwissen im Bereich Textilien und Trachten für dieses Projekt gewonnen zu haben“, erklärte dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, zweiter Vorsitzender des Vereins für Volkskunst und Volkskunde Feuchtwangen e.V., dem Träger des Fränkischen Museums Feuchtwangen. „Als erfahrener Fotograf weiß Appelt genau, welche Ansichten und Detailaufnahmen für die wissenschaftliche Dokumentation bedeutend sind.“

Mit einer Förderung in Höhe von 157.800 Euro durch den Freistaat Bayern wird die Digitalisierung von 2.000 Objekten aus der umfangreichen Sammlung des Museums ermöglicht. Knapp 1.500 Exponate wurden bereits digitalisiert und sind zum Teil auf dem Online-Portal www.bavarikon.de einsehbar. In der aktuellen Projektphase liegt der Fokus auf den vielfältigen Textilien, deren Bestände teils bis in das 17. Jahrhundert zurückreichen und im Bezirk Mittelfranken einzigartig sind. Bis Oktober 2026 sollen alle ausgewählten Objekte online zugänglich sein.

„Es freut mich, dass wir mit bavarikon die Gelegenheit bekommen, unsere kulturellen Schätze einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das ist ein großer Gewinn für unsere Stadt und unser Museum", hob Feuchtwangens erster Bürgermeister Patrick Ruh, erster Vorsitzender des Vereins für Volkskunst und Volkskunde Feuchtwangen e.V., hervor. „Diese Digitalisierung ist nicht nur ein bedeutender Beitrag zur kulturellen Sichtbarkeit Feuchtwangens, sondern auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft unseres Museums und das Bewahren unserer großartigen kulturellen Schätze." Dabei sei die Digitalisierung mehr als ein Archivierungsprojekt – sie ist zugleich ein Ausblick auf bedeutende Jubiläen: im kommenden Jahr feiert das Museum 100 Jahre Dauerausstellung, bevor im Jahr 2027 das 125-jährige Bestehen des Fränkischen Museums Feuchtwangen ansteht.

Das Fränkische Museum besitzt eine herausragende Sammlung historischer Sachzeugnisse aus Feuchtwangen und der Region. Sie dokumentiert 500 Jahre Alltagskultur und Kunst und wird seit über 130 Jahren kontinuierlich erweitert. „Während anderswo nur die Gegenstände einer kleinen gesellschaftlichen Elite bewahrt wurden, bewahrt das Fränkische Museum die künstlerischen Leistungen und Alltagsgegenstände der Menschen in mittelfränkischen Dörfern und Kleinstädten“, schilderte Museumsleiterin Dr. Uta Karrer. Die Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen, religiöse und weltliche Kunst, Möbel, Kleidung und Trachten, Keramik und Fayencen, Kunsthandwerk und Handwerkskunst sowie Liebesgaben und Liebesbriefe. „Auf bavarikon soll ein möglichst vielseitiger Querschnitt gezeigt werden. Die Auswahl, welche 2.000 Glanzstücke präsentiert werden, war eine echte Herausforderung", erklärte Dr. Karrer. Hierbei setze sie daher auch auf den fachlichen Austausch mit externen Expertinnen und Experten.

Die Fotodokumentation der 2.000 Sammelstücke wird mit wissenschaftlichen Texten ergänzt. Die Metadaten mit allen relevanten Informationen zu den Objekten erfasst Dr. Harald Grauer. Unterstützt wird das Projekt zudem von Hans Naser, der als Assistent für den Fotografen die Objekte vorbereitet, die Abläufe koordiniert und für die korrekte Dokumentation sorgt.

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