Stadt Feuchtwangen

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Lutherjahr 2017

Kirchplatz (c) Nichole Bruehl

500 Jahre Reformation

Mit dem Anschlag der weltberühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg, in denen der Handel mit Ablassbriefen und die Mißstände beim Ablass angeprangert werden, löst Martin Luther 1517 die Reformation aus. Durch den Buchdruck verbreitet sich diese wie ein Lauffeuer in ganz Deutschland aus.

Auch in Feuchtwangen wurden Luthers Schriften bekannt, und da auch hier Ablaßhandel betrieben wurde und die Feuchtwanger über den Lebensstil der Stiftsherren verärgert waren, war auch hier der Boden für die Reformation vorbereitet. Bereits 1522 predigte Johann von Wald in Feuchtwangen im Sinne Luthers. Durchsetzen konnte sich die evangelische Lehre jedoch erst im Jahr 1528 mit der Wiedereinsetzung Georg Vogtherrs als Stiftsprediger, der als der eigentliche Reformator Feuchtwangens bezeichnet werden kann.

1533 wird im gesamten Markgrafentum Brandenburg-Ansbach die evanglisch-lutherische Kirchenordnung eingeführt.

Auch heute noch sind 68 % der Bevölkerung Feuchtwangens evangelisch.

2017 finden in Feuchtwangen viele Veranstaltungen rund um die Reformation statt. Eine Übersicht der wichtigsten Veranstaltungen finden Sie hier:

  • "Luther" nach Camille Thomasson und Bart Gavigan
    Zum fünfhundertjährige Reformationsjubiläum bringen die Kreuzgangspiele in einer Uraufführung die wichtigsten Stationen im dramatischen Leben Martin Luthers auf die Bühne - von seinem Entschluss, Mönch zu werden, über die großen Glaubensauseinandersetzungen und ihrer Kulmination beim Reichstag in Worms bis hin zum Reichstag in Augsburg, bei dem Kaiser Karl V. das protestantische Glaubensbekenntnis zu dulden beginnt.
    Luther wird auf der Bühne erllebbar als Mensch seiner Zeit, die gekennzeichnet ist durch massive Umwälzungen und Widersprüche.
    Von Zweifeln und Selbstzweifeln gequält, geht Luther dennoch standhaft und scheinbar unbeirrbar seienn Weg durch sein schweres und reiches Leben. Was von ihm bleibt, das ist lebendige Geschicht bis heute.
    Die Premiere findet am 15. Juni 2017 um 20:30 Uhr statt. Alle Termine finden Sie unter www.kreuzgangspiele.de
  • Lästern mit Luther
    Ein Abend voller Sprachspaß mit den Reformatoren und ihren Gegnern, von und mit dem Sprachexperten Rolf Bernhard Essig und Franz Tröger, Europas einzigem Spieluhrvirtuosen.
    Samstag, 20. Mai 2017, 19 Uhr, Fränkisches Museum Feuchtwangen
  • TheaterStadtSpaziergang: Reformen und Revolten
    Der TheaterStadtSpaziergang zur Spielzeiteröffnung über kleine und große Weltveränderungen in der Stadt Feuchtwangen im Laufe ihrer Geschichte.
    Mittwoch, 24. Mai 2017, 20 Uhr, Treffpunkt: Kirchplatz
  • Jürgen Hoffmann: Argula
    Die beeindruckende Lebensgeschichte der fränkischen Reformatorin Argula von Grumbach.
    Premiere: Freitag, 23. Juni 2017, 21 Uhr. Weitere Termine 24., 25. und 26. Juni, jeweils 21 Uhr, Johanniskirche
  • Über Gott und die Welt
    Illuminierte Museumsnacht vom Himmel durch die Welt über Gottesbeschwörungen und Weltabsagen, mit Text und Musik, dargebracht vom Ensemble der Kreuzgangspiele
    Freitag, 7. Juli 2017, 23:30 Uhrm Fränkisches Museum
  • Lot Vekemans: Judas
    Was wäre die Welt, die christliche Religion ohne den Verrat, den Judaskuss? Ulrich Westermann spielt das erfolgreiche Theaterstück über den berühmtesten Verräter der Weltgeschichte.
    Montag, 10. Juli 2017, 21 Uhr, Nixel-Scheune
  • Feuchtwanger Kunstsommer: Ecce Homo. Gottesbilder in der zeitgenössischen Kunst
    Die Ausstellung "Ecce Homo" möchte sich zum einen auf die Spur der Gottesdarstellungen in der Kunst nach den Weltkriegen begeben, sie möchte danach fragen, welche Aspekte für den künstlerischen Blick interessant sind. Zum anderen möchte sie den Menschen als Bezugspunkt in den Kunstwerken sichtbar machen. Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 kann daran auch das Nachdenken über (individuelle und gesellschaftliche) Möglichkeiten der Gottesvorstellung in der Gegenwart anschließen.
    28. April bis 20 August 2017 im Fränkischen Museum Feuchtwangen
    Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier .
Morgner: Kreuzigung (c) Museum am Dom, Würzburg
Draeger: Jesus Christ Superstar,
  • Wer's glaubt, wird selig?! - Formen des Aberglaubens in Geschichte und Gegenwart
    Aberglauben (Volksglauben, Superstition) manifestiert sich in allen Kulturen von der Antike bis in die Gegenwart. Martin Luther wandte sich aufs Schärfste gegen Reliquienkult und Aberglauben. "Es ist unseglich vil zauberay und Abgötterey bei den Römischen Christen", stellte der protestantische Pfarrer Thomas Kirchmeyer 1542 fest. Er kritisierte, dass sich Kult und Liturgie der römisch-katholischen Kirche Formen römischen Heidentums erhalten hätten. Trotz der reformatorischen Kritik am Aberglauben war die evangelisch-lutherische Bevölkerung nicht weniger abergläubisch als die katholische. Auch in der protestantischen Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach gab es nachweislich magische Bräuche und abergläubische Riten. Man verwendete Schutzamulette und Glücksbringer, läutete den Wettersegen, erkannte die Kraft gesegneter Gegenstände ("Herrgottsnägel"), suchte Rat bei Wahrsagern und Zauberern.
    Dingbeseelung, Astrologie, Hexenglaube, Schadenszauber am Vieh, Teufelsglaube, Verwünschungen, Volksmedizin und die Kenntnis der geheimnisvollen Kräfte der Mineralien und Pflanzen hatten ihren festen Platz im Alltag der Menschen.
    16. September bis 10. Dezember 2017, Fränkisches Museum Feuchtwangen
    Öffentliche Führungen am 8. Oktober, 12. November und 10. Dezember jeweils um 15 Uhr
  • Ausstellung Luther und Gutenberg
    Ausstellung, die die Bedeutung des Buchdrucks für die Reformation unterstreicht und durch zahlreiche Exponate und Schaubilder verdeutlicht.
    bis 31. Oktober 2017, 9 bis 17 Uhr (ab April bis 19 Uhr), Johanniskirch
    Auf Wunsch können ab zehn Personen auch Führungen angeboten werden (Tel. 09852/90820)

  • "Gaff nicht in den Himmel..." - Martin Luther - Reformation Heute
    Lied-Oratorium für Streicher, Band Bläser von Matthias Nagel/Dieter Stork
    Sonntag, 14. Mai 2017, 19 Uhr, Johanniskirche

  • Kabarettabend "Alles in Luther"
    Topaktuell werden die Tagebücher der Katharina von Bora präsentiert, der Zölibat verteidigt und das Geschäft mit dem Ablass ökonomisch aktualisiert. Neue Lutherlieder setzen musikalische Highlights.
    Ausführende: Karl-Heinz Röhlin (Schauspiel), Ruth Röhlin (Klavier)
    Sonntag, 3. September 2017, 19.30 Uhr, Evang. Gemeindehaus, Kirchplatz

  • Addi Manseicher und Band: Luther rockt
    Der Komponist des Mottoliedes für das Reformationsjahr "Allein aus Gnade" Addi Manseicher tritt mit seiner Band in Mosbach auf und lässt neben seinem Mottosong noch viele andere hören.
    Samstag, 16. September 2017, 19 Uhr, Kirche Mosbach

  • "Maaartin!"
    vom kleinen Martin zum großen Luther! Ein Orgelkonzert für Kinder von Christiane Michel-Ostertun.
    Sonntag, 8. Oktober 2017, 17.30 Uhr, Stiftskirche

  • Festkonzert 500 Jahre Reformation
    Werke von J.S. Bach
    Unter der Leitung von Dekanatskantorin Miriam Marquardt mit u.a. dem Ansbacher Kammerorcheester, den Würzburger Holzbläserensemble
    Sonntag, 22. Oktober 2017, 19 Uhr, Stiftskirche
Stiftskirche
Fränkisches Museum

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